Nachdem der Tote ins Einbalsamierungshaus gebracht wurde, welche sich in der Nähe von Bewässerungskanälen oder am Nil befanden, da die Reinigung des Körpers viel Wasser benötigte, begannen die Einbalsamierer mit ihrer Arbeit. Als erstes wurde der Körper des Toten mit Wasser oder Palmöl gewaschen. Abbildung oben: Reinigendes Besprengen des Leichnams mit Wasser, bzw. wahrscheinlich einer Natronlösung. Priester führten dieses Ritual durch. Anzumerken sei: die Techniken des Einbalsamierens variierten zu pharaonischen Zeiten. Vor allem im Alten Reich und Mittleren Reich wurde noch viel experimentiert, im Neuen Reich dann hatten die Ägypter die Mumifizierungstechnik weitgehend perfektioniert.
Aufbewahrung der inneren Organe siehe
Kurze Beschreibung der Mumifizierung
• Entfernung des Gehirns.
• Entfernung der Eingeweide.
• Waschung der Leiche.
• Behandlung der Eingeweide.
• Entwässerung der Leiche.
• Waschung der Leiche.
• Ausstopfung von Schädel und Körperhöhlen.
• Besondere Behandlung der Nägel, der Augen und der äußeren Genitalien.
• Salbung und Massage der Leiche nach der Entwässerung.
• Platzierung der Leistenabdeckung.
• Letzte Vorbereitungen vor der Bandagierung, Behandlungd es Leichnams mit
Harz.
• Bandagierung.

Ausführliche Beschreibung der Mumifizierung
Reinigung und Entfernung der Organe
Leichnam - Zuerst wurde der Leichnam gewaschen und von den inneren Organen wie Gehirn, Lunge, Leber, Magen und Darm befreit. Das Gehirn wurde durch die Nase entfernt, die anderen Organe wurden in Kanopen gelegt und separat beigesetzt.
Trocknung - Der Körper wurde dann mit Natron, Natriumkarbonat bedeckt und getrocknet, um Feuchtigkeit zu entziehen und die Zersetzung zu verhindern. Diese Trocknungsphase konnte bis zu 70 Tage dauern.
Einbalsamierung - Nach der Trocknung wurde der Körper mit Ölen, Harzen und Salben eingerieben. Diese Substanzen dienten nicht nur der Konservierung, sondern sollten auch die Haut geschmeidig halten und einen angenehmen Duft verströmen.
Einwickeln - Schließlich wurde der Körper in mehrere Schichten von Leinenbinden eingewickelt, wobei oft Amulette und andere religiöse Gegenstände zwischen den Schichten platziert wurden.
Bestattung - Der mumifizierte Körper wurde dann in einen Sarkophag gelegt und in einer Grabkammer beigesetzt, oft zusammen mit Grabbeigaben, die dem Verstorbenen im Jenseits nützlich sein sollten.
Die Mumifizierung des Leichnams ist nur ein Versuch, den Toten für die Ewigkeit auszustatten. Nachdem der Leichnam durch Einbalsamieren sowie das Wickeln mit Leinenbinden physisch und durch Amulette auch geistig magisch geschützt war, wurde noch ein weiterer Schutz durch einen Sarg benötigt, und, wenn möglich, einen diesen noch umschließenden Sarkophag.
Die Mumifizierung im alten Ägypten war ein ritueller Prozess, der durchgeführt wurde, um den Körper eines Verstorbenen für das Leben im Jenseits zu konservieren. Die Ägypter glaubten, dass die Seele nach dem Tod eine physische Hülle benötigte, um ins Jenseits überzugehen und dort weiterzuleben. Die Mumifizierung sollte den Körper vor der Verwesung schützen, so dass die Seele ihn im Jenseits wiedererkennen und nutzen konnte.
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